Ein Ja zu VoltaNord ist ein Ja zu Basel

Ein Ja zu VoltaNord ist ein Ja zu Basel

SP Basel-Stadt
13/11/2018

Es ist bekannt, dass die Fläche unseres Stadtkantons begrenzt ist. Deshalb müssen wir zum knappen Boden Sorge tragen, diesen intelligent nutzen und aktuelle Entwicklungen berücksichtigen. Genau das hat der Grosse Rat getan, als er mit deutlichem Mehr beschloss, das ehemalige Lysbüchel-Areal in das dynamische neue Stadtquartier VoltaNord umzuwandeln. Am 25. November hat die Bevölkerung in einer Abstimmung Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen.

VoltaNord ist, so wie viele andere kluge politische Entscheide, ein Kompromiss. Deshalb können sich Vertreterinnen und Vertreter aus dem bürgerlichen Lager ebenso wie die Linke dahinter stellen. Die Reihe der Befürworter von VoltaNord schliesst so gegensätzliche Verbände wie den WWF und die Handelskammer beider Basel ein. Dies zeigt, dass es gelungen ist, ganz verschiedene Anliegen in einem Projekt optimal zu vereinen – zum Wohle Basels.

Im VoltaNord entstehen über 2000 neue Arbeitsplätze und attraktiver, preisgünstiger Wohnraum für mehr als 1500 Personen. Das Gewerbe wird keineswegs verdrängt: Es gibt im Norden des Areals weiterhin eine reine Industriezone für emissionsträchtige Betriebe. Diese Zone ist vom Wohnanteil baulich klar abgegrenzt und bietet mehr Flächen als die heutige, schlechte Ausnutzung des weitläufigen Gebiets. Die Anliegen des Quartiers sind in die Planung aufgenommen worden. Der Bebauungsplan sieht freie Flächen von mehr als  26’000 Quadratmetern vor, welche Mensch und Natur zugute kommen. Der Vorschlag entspricht den im Entstehungsprozess geäusserten Bedürfnissen der Anwohnerinnen und Anwohner. Das bereits beschlossene Schulhaus Volta und zwei Turnhallen werden der Bevölkerung von Anfang an zur Verfügung stehen.

In Basel herrscht ein krasser Mangel an Wohnungen. Der Bau von Wohnraum hält nicht Schritt mit der boomenden wirtschaftlichen Entwicklung. Erst im Juni hat die Basler Stimmbevölkerung gezeigt, wie wichtig ihr bezahlbarer Wohnraum ist, als sie die vier Wohninitiativen annahm. Dieses Anliegen gilt es nun ernst zu nehmen. Mit VoltaNord entstehen preisgünstige Wohnungen, davon mindestens ein Drittel genossenschaftlich und gemeinnützig. Auch dies ist ein wichtiger Pluspunkt.

Gar niemandem ist gedient, wenn im Vorfeld der Abstimmung vom 25. November skurrile „Alternativprojekte“ herumgeboten werden, die nur der Verhinderung eines ausgewogenen Vorschlags dienen. Schön anzuschauende Zeichnungen ohne jede Verankerung in der politischen und planerischen Realität – nicht einmal in den zur Verfügung stehen Baufeldern -sind nur geeignet, Verwirrung anzurichten. Den Schaden bei einer jahrelangen Blockade jeder Entwicklung bedenken die Autoren nicht. Stillstand ist niemals eine gute Zukunftsoption. Das dient unserem Kanton nicht, und es würde ein verheerendes Signal aussenden für andere bauwillige Investoren in Basel-Stadt.

Grundeigentümer und Investoren sind wichtig als Partner für die Entwicklung unserer Stadt, vor allem wenn sie einer ausgewogenen Bebauung zustimmen. Eine weitsichtige Politik im Interesse der gesamten Stadt, des gesamten Kantons, verfolgt ein konstruktives Miteinander als besten Weg in die Zukunft. Ergreifen wir darum die Chance, das St. Johann weiterzubauen und den lebendigen, zukunftsgerichteten Charakter des Quartiers zu stärken – mit einem Ja zu VoltaNord am 25. November.

Kommentar von Kerstin Wenk (SP) und Jeremy Stephenson, (LDP)

Erschienen in der BaZ vom 12. November 2018